Treffpunkt Brauhaus

EIN TAG MIT HARRY WERNER
"Brauhaus Wirt"

Die größte Vielfalt an Eichbaum-Spezialitäten, eine appetitanregende Speisenkarte mit originellen Highlights wie dem Bieramisu, ein herrlicher Biergarten und nur ein einziger Ruhetag im Jahr: Das Eichbaum Brauhaus in der Käfertaler Straße gehört zu Mannheim wie das UREICH und der Wasserturm. Harry Werner hat es in fast 17 Jahren zu dem gemacht, was es heute ist. Eichbaum aktuell wich dem Brauhaus- Wirt einen Tag lang nicht von der Seite.

Im Grunde genügte Harry Werner damals, anno 2000, schon ein Blick auf die Präambel im Pachtvertrag, um zu erkennen: Hier bin ich richtig. Ein bodenständiges gastronomisches Konzept wünscht sich die Privatbrauerei Eichbaum darin vom Wirt des Brauhauses. Und genau das hatte der gebürtige Hamburger ohnehin im Sinn, als er sich um das traditionsreiche Lokal unmittelbar neben dem Brauereigelände in der Käfertaler Straße in Mannheim bewarb. „Es war also von Beginn an klar, dass beide Seiten dasselbe wollen. Besser konnten die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Miteinander doch gar nicht sein.“ Genau so kam es dann bekanntlich auch. Inzwischen läuft die Partnerschaft im 17. Jahr. Das Team ist während dieser Zeit von 14 auf 35 Köpfe gewachsen, etwa im Gleichschritt mit dem Umsatz. Doch trotz aller Beständigkeit war und ist kein Tag wie der andere.

Ein beliebter Treffpunkt für alle

Das Brauhaus gilt als beliebter Treffpunkt für alle, die Durst, Hunger oder einfach nur Lust auf ein paar gesellige Stunden in bierig-gemütlicher Atmosphäre haben. „Der Wohlfühlfaktor“, sagt Werner, „ist nach dem letzten Umbau vor sechs Jahren noch einmal deutlich gestiegen.“ Den Blickfang bildet eine 8,30 Meter lange Bierbar, für eilige Gäste stehen in deren Nähe einige speziell designte Stehtische bereit. Insgesamt laden in der Gaststätte 150 Plätze zum Verweilen

ein; dazu kommen noch 120 Plätze im großen Saal im Obergeschoss für private Feiern und Firmenevents. Im Sommer wirkt natürlich der Biergarten als zusätzlicher Publikumsmagnet. „Als ich aus dem regnerischen Norden Deutschlands in die sonnenverwöhnte Kurpfalz kam, habe ich als Erstes zwei Dinge gelernt“, erinnert sich der Brauhaus- Wirt. „Wähle keine Wohnung ohne Balkon – und kein Lokal ohne Biergarten.“ Nach der Komplettrenovierung vor zwei Jahren bietet die Open-Air-Oase Platz für weitere 240 Gäste – und außerdem zwei ganz besondere Vorteile. „Mit einem Blick auf den Neckar können wir hier zwar nicht aufwarten“, meint Werner. „Aber dafür haben unsere Gäste draußen dieselbe umfangreiche Auswahl an Speisen und Getränken wie drinnen. Und wenn der Wind günstig steht, weht von der Brauerei nebenan ab und zu eine Brise Bierduft herüber.“

Wir fahren alles auf, was das Eichbaum- Sortiment an Spezialitäten zu bieten hat

Was die bierige Vielfalt im Brauhaus angeht, wird also draußen wie drinnen aus dem Vollen gezapft. Harry Werner und sein Team fahren alles auf, was das Eichbaum-Sortiment an Spezialitäten zu bieten hat. Insgesamt neun Biere kommen frisch vom Fass, manch andere in der Original-Bügelflasche auf den Tisch. Ein besonderes Highlight für echte Liebhaber: Das Brauhaus ist das einzige Lokal, in dem man

die Craft-Beer-Spezialitäten von Eichbaum das ganze Jahr über genießen kann – das Blond Stout genauso wie das India Pale Ale und das Golden Scotch. Nicht fehlen dürfen natürlich auch die edlen Braumeisters Brände von Eichbaum, die der Brauhaus-Wirt für ganze 2 Euro je 2-cl-Glas anbietet und damit einen Einblick in seine ganz persönliche Philosophie in Sachen Preisgestaltung gewährt. „Ich möchte meine Gäste so günstig wie möglich bewirten. Sie sollen lieber öfter kommen und mehr genießen.“

Bier nicht nur trinken, sondern auch essen 

Das gilt natürlich auch im Hinblick auf die Speisenkarte, der Harry Werner ebenfalls seinen ureigenen Stempel aufgedrückt hat. Wer sie liest, wird feststellen, dass man Bier im Brauhaus nicht nur trinken, sondern auch essen kann: zum Beispiel in Form von gebackenen Zwiebelringen im Bierteig, einem leckeren Biergulasch, geschmort im Eichbaum Hefeweizen, oder einem Zanderfilet nach Braumeister Art, gebraten und serviert in einer Sauce aus frischem Dill und Eichbaum Hefeweizen. Besonders kreativ wurde Werner bei seinem Lieblingsdessert: dem sogenannten Bieramisu, dessen Biskuit in aufgekochtem Apostulator getränkt ist. „Bevor wir das auf die Karte setzten, haben wir fast keine Desserts verkauft – danach hat sich das dann schlagartig geändert.“ Mindestens eine Idee voraus ist der Brauhaus-Chef den meisten anderen Wirten in der Kurpfalz übrigens noch in vielerlei anderer Hinsicht. Wer beispielsweise in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Eichbaum-Spezialitäten genießen will, der bestellt sich einfach sechs verschiedene Biere jeweils im 0,1-Liter-Glas. Wahre Kenner können dabei zusätzlich noch versuchen, die einzelnen Spezialitäten zu identifizieren und auf diese Art ihr Bierdiplom zu machen. Und auch Bier zum Mitnehmen hat der einfallsreiche Vollblutgastronom im Programm: entweder in urigen Bügelflaschen aus der gekühlten Bügelstation oder im hochwertigen Holzträger – Eichbaum-Genuss to go sozusagen.

Nun gibt es aber leider auch eine weniger gute Nachricht für alle Harry-Werner-Fans und solche, die es noch werden wollen (und sich damit jetzt unbedingt beeilen sollten): Denn Mister Brauhaus denkt ernsthaft daran, aufzuhören, wenn es am schönsten ist. „Meine Frau hat beschlossen, dass es allmählich mal genug sein sollte nach so vielen Jahren ohne Ruhetag und mit maximal einer Woche Urlaub im Frühling und im Herbst. So richtig vorstellen kann ich mir das zwar noch nicht – aber ich fürchte, sie hat recht.“